Flaschenzug Test: Die besten Flaschenzüge im Vergleich!

FlaschenzugDer Flaschenzug blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seine Wurzeln liegen in der griechischen Antike. Trotzdem ist er in vielen modernen Geräten wie z. B. dem Baustellenkran nicht mehr wegzudenken.

In diesem Artikel möchte ich dir die verschiedenen Typen von Flaschenzügen vorstellen, die Hintergründe etwas beleuchten und ein paar Fakten dazu nennen. Denn nicht jeder weiß wofür man einen Flaschenzug verwenden kann. Ich kläre auf!

Ergänzend stelle ich noch verschiedene Geräte vor, die derzeit im Trend sind und versuche einen Blick über den Tellerrand des Flaschenzugs zu machen.

Die Informationen Menschen gedacht, die sich grundsätzlich einen Überblick über das Wort Flaschenzug verschaffen möchten. Aber auch Hobbyhandwerker und diejenigen, die vorhaben, einen Flaschenzug zu kaufen, werden hier nützliche Informationen finden.

Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.

Aufbau des Flaschenzuges

Beim Begriff Flaschenzug denken viele Menschen sicher noch an den Physikunterricht in der Schule. Für manche ist er bei der täglichen Arbeit ein wichtiges Werkzeug.

Auf jeden Fall besteht der Flaschenzug immer mindestens aus drei Teilen. Einer Flasche, einem Seil und den Rollen.

Flaschen

Die Flaschen sind die Halterung einer Rolle. Früher war dies meist aus Hartholz gearbeitet und war ein großes Ganzes.

Die Flachen Teile rechts und links bei der Halterung nennt man heute Backe und Wange und zwischen den Rollen sitzt die Schere.

Rollen

Auch die Rollen eines Flaschenzuges nannte man damals Flaschen (oder Scheiben). Die Rollen sind bevorzugt kugelgelagert, um möglichst wenig Reibung zu haben. Der Kraftaufwand verringert sich damit ebenfalls.

Beim Bergsteigen wird hier auch ein einfacher Karabinerhaken verwendet. Die Zugarbeit wird hier jedoch erschwert, weil mehr Reibung beim Seil auftritt. Wichtig ist hier auch die Unterscheidung zwischen fester und loser Rolle.

Wie der Name bereits sagt, bewegt sich die feste Rolle nicht. Das heißt die Position ändert sich auch nicht wenn das Seil bewegt wird. Durch eine feste Rolle wir die Zugrichtung geändert, die Zugkraft bleibt jedoch unverändert.

Lose Rollen dienen der Aufteilung der Last auf zwei Seile und können nach oben bzw. unten bewegt werden.

Seil

Als Seil sollte man ein Statikseil verwenden. Bei einem normalen Seil würde sich das Seil unnötig dehnen und dadurch mehr Kraftaufwand nötig sein. Für große Belastungen (z.B. bei einem Kran) werden auch Stahlseile oder Ketten verwendet.

Als Einscherung bezeichnet man die Art und Weise wie das Seil eingefädelt wird und über die Rollen geführt wird.

Wie funktioniert ein Flaschenzug?

Das Seil läuft über Rollen. Diese Rollen werden von der Flasche (Halterung der Rolle) gehalten. Das Seil wird für das Hochheben des Gewichtes verwendet. Je mehr Umlenkrollen man hat, desto leichter wird das Gewicht. Je leichter das Gewicht desto länger wird das Seil.

Goldenen Regel der Mechanik: „Was man an Kraft spart, muss man an Weg zusetzen“ (Galileo Galilei, 1594). Mit einem Zwei­-Rollen-­Flaschenzug kann man daher ein Gewicht mit halbem Kraftaufwand heben, muss aber die doppelte Hebestrecke am Zugseil ziehen. Will man die Last einen Meter hoch heben, muss man zwei Meter des Seils ziehen.

Unter diesem Link siehst du ein gutes Beispiel für einen Flaschenzug mit unterschiedlicher Kraftaufwendung. Am ersten Beispiel kann man erkennen, das man das volle Gewicht (F2: 100) heben muss um dieses um 10 cm (h) hoch zu heben. Das Seil selbst musste 10 cm (s) dafür zurücklegen.

Beim zweiten Beispiel, wo bereits eine Rolle mehr verwendet wird, hebt man nur mehr die Hälfte des Gewichts (F2: 50) um dieses 10 cm (h) hoch zu heben. Dafür musste das Seil jedoch 20 cm (s) statt 10 cm zurücklegen.

Für jedes weitere Beispiel kommt eine Rolle dazu. Der Kraftaufwand halbiert sich jedes Mal, die Strecke des Seils wird aber jedes Mal länger. Am Ende ist eine Strecke von 40 cm (s) notwendig um das 100 kg (F1) Gewicht mit 25 kg (F2) zu heben.

Die verschiedenen Flaschenzug-Aufbauten

Bei Flaschenzügen gibt es verschiedene Aufbauten. Welche das genau sind und wie sie aufgebaut sind erfährst du in den nachfolgenden Abschnitten.

Faktorenflaschenzug

Die Anordnung der Rollen ist hier nicht wichtig. Für die Zugkraft entscheidend ist immer die Anzahl der tragenden Seile (und damit losen Rollen).

Der Faktorenflaschenzug ist der bekannte einfache Flaschenzug und wird weiter unten noch etwas näher erklärt.

Potenzflaschenzug

Anders als beim Faktorenflaschenzug wird hier die Krafteinsparung durch lose Rollen potenziert.

An der ersten (unteren) Rolle wird das volle Gewicht durch das Seil getragen und diese Kraft halbiert. Auf der Zweiten (mittleren) Rolle wirkt nur mehr das halbe Gewicht. Dieses halbe Gewicht wird ebenfalls nochmal geteilt.

Die letzte (feste) Rolle dient lediglich der Umlenkung nach unten. Am Ende benötigt man nur mehr ein ¼ der Kraft. Beim Faktorenflaschenzug hätte man hier 4 Rollen benötigt.

Differenzialflaschenzug

Der Differenzialflaschenzug verwendet zwei fest verbaute Rollen, welche miteinander verbunden sind. Beim Gewicht befindet sich eine lose Rolle.

Die beiden fest verbundenen Rollen haben einen unterschiedlichen Durchmesser. Je größer die eine Rolle ist, desto weniger Kraft ist notwendig. Durch die lose Rolle wird der Kraftaufwand außerdem halbiert.

Größter Vorteil des differenzialen Flaschenzugs ist der geringe Materialaufwand und das geringe Gewicht. Diese Art kommt hauptsächlich bei Kettenzügen zum Einsatz. Hier wird statt dem Seil eine Kette über verbundene Zahnräder geführt.

Einsatzgebiete des Flaschenzugs

Das Prinzip des Flaschenzugs ist zwar schon mehrere tausend Jahre alt. Trotzdem wird es noch heute in sehr vielen Bereichen verwendet. Wo genau ein Flaschenzug sinnvoll zum Einsatz kommen kann, erfährst du in den nachfolgenden Abschnitten.

Der Kran

In der Antike noch an Holzbalken befestigt, ist er heute fester Bestandteil jedes Krans. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen riesigen Baustellenkran oder um einen Kran in der Werkstatt handelt.

Spannvorrichtungen

Für den Freizeitsport bei Stacklines wird ebenfalls die Technik des Flaschenzugs eingesetzt. Hier jedoch für die Spannvorrichtung. Diese spannt das Gummiband der Stackline.

Bergsteigen bzw. Klettern

Beim Bergsteigen ist der Flaschenzug speziell bei Rettungseinsätzen, wo jemand abgeseilt werden muss, ein wichtiges Hilfsmittel.

Hier kommt statt der Rolle ein Karabinerhaken zum Einsatz. Das Prinzip ist aber das Gleiche. Durch die doppelte Seilführung wird das Gewicht des Bergsteigers halbiert.

Schnürschuhe

Holt man etwas aus, arbeiten auch Schnüsenkel nach dem Prinzip des Flaschenzuges. Durch mehrere Ösen am Schuh wird der Schuh zum kleinen Flaschenzug.

Die unterschiedlichen Arten von Flaschenzügen

Neben dem klassischen Flaschenzug gibt es auch noch andere Bauarten, welche gerne als Flaschenzug bezeichnet werden.

Welche Arten von Flaschenzügen es gibt und für welchen Zweck diese unterschiedlichen Modelle geeignet sind, erfährst du in den nachfolgenden Abschnitten.

Der klassische Flaschenzug / Seilzug

Seit der griechischen Antike gibt es den Flaschenzug in dieser Form. In der heutigen Zeit auch oft Seilzug genannt. Im Physikunterricht wird diese Art gerne gelehrt und als Prüfungsbeispiel herangezogen.

Dabei ist diese Bauart sehr einfach aufgebaut und gleichzeitig sehr effektiv in der Anwendung. Die Kraft wird bei diesem Modellen über die Anzahl der Rollen bestimmt. Je mehr Rollen, desto weniger Kraftaufwand ist erforderlich. Je mehr Rollen, desto mehr Seil ist notwendig.

Durch viele Rollen und die damit verbundene Seillänge wird diese Art nur mehr selten verwendet. In Werkstätten wird diese Art in der Regel nur mehr im Hobbybereich eingesetzt, weil er zu viele Nachteile hat.

Anwendungsbereich: Der Flaschenzug wird oft beim Klettern von Rettungsteams verwendet, um Patienten zu bergen. Beim Gerüstbau ist er fester Bestandteil. Auch in Werkstätten im Hobbybereich wird er gerne verwendet.

Der Seilratschenzug

Eine etwas modifiziertere Version bietet der Seilratschenzug. Hier zieht man nicht am Seil, sondern bedient eine Ratsche. Durch die Hebelkraft an der Seilratsche wird der Kraftaufwand nochmals halbiert.

Durch diesen Aufbau kann das Seil nicht zurück Rutschen. Hier ist eine Seilbremse vorhanden. Um das Seil wieder zu lockern muss eine Sicherung gelöst werden.

Durch die einfache Rolle und den Hebel wird das Seil und die Anzahl der Rollen minimiert. Der Seilkettenzug bleibt somit transportabel.

Anwendungsbereich: Der Seilratschenzug wird gerne in der Forstwirtschaft eingesetzt um Bäume in eine bestimmte Richtung zu lenken. Auch bei Rettungseinsätzen können damit Lasten verschoben werden. Hier wird jedoch in der Regel ein elektrischer Seilzug bevorzugt.

Der Kettenzug

Aus der Kombination Kette und Ratschenzug ergibt sich der mechanische Kettenzug. Durch Wegfall der der Rollen und das Einsetzen eines Getriebes, kann der Kettenzug Lasten von bis zu 10 Tonnen heben. Die Produktion wird durch die wenigen Teile ebenfalls günstiger.

Anders als beim Flaschenzug, mit Flaschen, wird beim Kettenzug die Kraft über ein Getriebe umgesetzt. Hier gilt, je unterschiedlicher die Größe der Zahnräder ist, desto weniger Kraftaufwand ist notwendig.

Anders als beim Flaschenzug wird hier nicht mehr Seil benötigt, da die Kraftreduktion nicht über die Rollen stattfindet. Meist ist die Kette aufgrund des enormen Gewichtes nicht sehr lang.

Anwendungsbereich: Für Montagearbeiten zum Bewegen von schweren Lasten ist der Kettenzug gut geeignet. Begrenzt wird man hier durch die Länge der Kette.

Der elektrische Seilzug

Im Prinzip ist der elektrische Seilzug wie der klassische Flaschenzug aufgebaut. Mit dem Unterschied, das dieser mit einem elektrischen Motor angetrieben wird. Hier bestimmt der Motor die Hebeleistung.

Vorteil bietet hier die Bremse. Wenn der Motor aus ist, ist das Seil blockiert und kann nicht nachrutschen. Klarerweise ist hier Strom für den Betrieb notwendig.

Durch die Begrenzung der Motoren können diese Geräte meist nur begrenztes Gewicht heben. Hier sollte man also unbedingt seinen Anwendungsbereich berücksichtigen.

Anwendungsbereich: Der elektrische Seilzug kommt verstärkt beim Gerüstbau zum Einsatz. Die Zeiten des klassischen Seilzugs sind auch hier vorbei.

Der elektrische Kettenzug

Diese Art des Flaschenzuges setzt auf den mechanischen Kettenzug auf. Hier kommt die Hubkraft jedoch von einem Motor.

Anders als beim elektrischen Seilzug kann der elektrische Kettenzug durch das Getriebe Lasten bis zu 10 Tonnen heben. Hier wird die Kette ebenfalls durch den Motor gebremst und verhindert so ein Abstürzen der Last.

Anwendungsbereich: Der elektrische Kettenzug wird oft in Werkstätten für Fahrzeuge eingesetzt. Hier müssen teilweise schwere Motoren oder Fahrzeugteile gehoben werden. Hier ist ein Kettenzug die ideale Wahl.

Flaschenzug kaufen – Die besten 5 Tipps

Damit ich dir beim Flaschenzug kaufen helfen können, stellt sich zuerst die Frage was du genau suchst. Möglicherweise hast du bereits einen Flaschenzug und möchtest diesen ablösen oder durch einen neueren ersetzen.

Vielleicht möchtest du auch nur einen günstigen Flaschenzug kaufen um ihn bei deinem nächsten Projekt einsetzen zu können um ihn dann in der Werkstatt zu verstauen. Auch kannst du den Flaschenzug professionell einsetzen und hast bereits viel Erfahrung damit.

Was auch der Grund für deine Suche ist, ich versuche dich beim Kauf deines Flaschenzugs bestmöglich zu unterstützen. Damit dein Kauf nicht in einem Fiasko endet, solltest du unbedingt bevor du einen Flaschenzug kaufst, einige Dinge beachten und dir über die folgenden Fragen Gedanken machen.

1. Einsatzgebiet

Je nach Einsatzgebiet sollte man eine bestimmte Art von Seilzug wählen. Für Arbeiten auf einen Gerüst ist der klassische Seilzug gut geeignet. Für mehr Komfort kann man hier auch auf einen elektrischen Seilzug zurückgreifen. Für Arbeiten im Wald und beim Bewegen von schweren Lasten sollte man einen Flaschenzug mit Ratsche bevorzugen.

Für den Einsatz bei schweren Lasten z. B. einer Autowerkstatt ist der elektrische Kettenzug gut geeignet. Für den Montage-Einsatz bietet sich hier die mechanische Lösung an.

2. Hebeleistung

Neben dem Einsatzgebiet ist natürlich auch die Hebeleistung entscheidend. Ein normaler Flaschenzug (auch die elektrische Variante) schafft nicht mehr als 180 bis 250 kg. Ausreichend für den Einsatz am Gerüst oder im Klettereinsatz.

Ein Seilzug mit Ratsche schafft bereits 4 bis 8 Tonnen an Zugkraft. Ein Kettenzug kann auch schon mal 10 Tonnen an Gewicht heben.

3. Seillänge (bzw. Kette)

Anders als bei der Hebeleistung kommt es hier darauf an, wie hoch man die Last heben möchte. Hier hat der klassische Flaschenzug meist das längere Seil von 20 Meter und mehr.

Ein Kettenzug hat hier meist nur Kettenlängen von 2 bis 3 Meter. Mehr ist in einer Werkstatt auch nicht notwendig und würde ihn nur unnötig schwer machen.

4. Seilsperre

Die Sperre ist wichtig, wenn man oft alleine arbeitet oder die Last auf einer bestimmten Höhe haben möchte. Die elektrischen Motoren blockieren automatisch wenn sie stehen bleiben.

Auch bei den Ratschen wird automatisch gebremst. Beim klassischen Seilzug ist das nicht der Fall. Wichtig: Man sollte sich niemals unter der Last befinden!

5. Elektrisch oder Mechanisch

Zu guter Letzt ist entscheidend, ob man die elektrische Variante benötigt oder ob einen mechanische ausreichend ist.

Die elektrische Variante sollte stets im stationären Betrieb verwendet werden. Natürlich sollte man bedenken, dass auch immer Strom vorhanden sein muss.

Flaschenzug günstig kaufen

Wenn man auf der der Suche nach einem günstigen Flaschenzug ist, kann das viele Gründe haben. Vielleicht bist du ein Schnäppchenjäger und möchtest das günstigste Angebot finden. Oder du möchtest dich nicht im Baumarkt falsch beraten lassen?

Grundsätzlich findet man günstige Preise für Werkzeuge oft beim Versandhändler Amazon. Andere Anbieter von Flaschenzügen sind selten billiger.

Einen günstigen Flaschenzug zu kaufen kann auch bedeuten das du dir ein Preislimit gesetzt hast. Je nach Geldbörse ist die Preisvorstellung natürlich sehr unterschiedlich. Aber in der Regel kann man davon ausgehen, dass unter „günstig“ Seilzüge um die 50 Euro gemeint sind. Willst du so einen Flaschenzug kaufen, bist du mit dem Preis-Tipp bestens beraten.

Der Flaschenzug im Klettereinsatz

Besonders im Rettungseinsatz mit kleiner Mannschaft wird der Flaschenzug verwendet. Interessante Dinge dazu erfährst du in den nachfolgenden Abschnitten.

Der einfache Flaschenzug

Der einfache Flaschenzug wird hauptsächlich im Outdoortraining zum Spannen von Seilen verwendet. Beispielsweise für das Tragseil, die Geländerseile und die Sicherungsseile einer Seilbrücke oder einer Seilbahn.

Mannschaftsflaschenzug

Diese Methode eignet sich sehr gut um den Retter zum Verletzten abseilen zu können. Hauptsächlich verwendet man dieses System, wenn die Einsatzmannschaft klein ist.

Die Besonderheit ist, das hier keine Rollen zum Einsatz kommen, sondern das dieser Flaschenzug nur mit Karabiner verwendet wird. Für den Klettereinsatz ist das auch völlig ausreichend. Die Reibung ist jedoch um einiges Höher.

Möchte man den verletzten Patienten hochziehen sind ein paar Anpassungen notwendig.

Mannschaftsflaschenzug mit Zweibein

Ähnlich wie beim Manschaftsflaschenzug, kommt hier noch ein Zweibein hinzu. Dies erleichtert den Patienten einfach nach oben bzw. unten zu bringen. Dadurch wird ein möglichst schonender Umgang mit dem Patienten erreicht.

Ob ein Zweibein eingesetzt wird, hängt von verschiedenen Bedingungen wie Wetter und Fels ab. Im Grunde entscheidet der Einsatzleiter ob der Einsatz notwendig ist.

Schweizer Flaschenzug

Der Schweizer Flaschenzug ist eine spezielle Art bei der Bergung von Patienten aus Gletscherspalten. Die abgestürzte Person wird dabei angeseilt und kann ohne ihre Mithilfe durch den oder die Kameraden gerettet werden.

Münchhausentechnik

Die Münchhausentechnik ist zur Selbstrettung geeignet. Bei dieser Variante wird der der Flaschenzug als Selbstaufzug verwendet. Das Gewicht erleichtert sich mit einem Verhältnis von 1 : 3.

Anwendungsbeispiel ist zum Beispiel ein Bergführer welche in eine Kletterspalte gestürzt ist und die anderen Kameraden keine Rettungstechnik beherrschen.

Ellington Flaschenzug

Der Ellington-Flaschenzug besteht meist aus zwei Karabinern, durch die mehrfach ein Band geschnauft wird. Diese Methode bietet nur einen schlechten Wirkungsgrad.

Flaschenzug selbst bauen

Sei es als Spielzeug für die Kinder oder als schnelle Lösung für das Heben von schweren Lasten. Einen Flaschenzug kann man ganz leicht selber bauen. In den nachfolgenden Abschnitten erfährst du, was du dafür benötigst.

Der Anwendungsfall

Falls du gerade am verputzen deiner Hauswand bist und du die Eimer nicht jedesmal per Hand aufs Gerüst hanteln möchtest, ist der einfache Flaschenzug ideal für dich. Mit dem Flaschenzug kannst du Lasten ohne viel Kraftaufwand aufs Gerüst ziehen.

Möchtest du hingegen einen Baum fällen oder Motoren in einer Werkstatt hochheben, solltest du eher eine andere Variante des Seilzuges verwenden.

Um einen klassischen Flaschenzug zu bauen benötigst du folgendes Material:

  • Ein Seil
  • Rollen (in denen läuft das Seil)
  • Flaschen (Halterung für Rollen)

Durch diesen Aufbau wird die Last halbiert. Sprich: Eine 200 Kilo Last wird dann nur 100 Kilo schwer sein. Um das Gewicht mehrmals zu halbieren benötigt man entsprechend mehr Rollen und ein längeres Seil.

Die notwendigen Teile findet man entweder in einer gut ausgestatteten Werkstatt, im nächsten Baumarkt oder im Online-Shop seinen Vertrauens.

Wichtig ist, das das Seil doppelt so lange ist, wie die Strecke die man heben möchte. Und das es sich dabei um kein elastisches Seil handelt. Das Seil würde sonst nachgeben, wenn Gewicht drauf hängt und das würde das Heben erschweren.

Möchte man eine Last 2 Meter hoch heben, benötigt man also ein 6 Meter langes Seil.

Der Aufbau

Eine Rolle befestigt man an einem Ankerpunkt (z. B. Am Gerüst). Die andere Rolle befindet sich am Haken (wo die Last dran hängt) selbst.

Nun befestigt man das Seil z. B. am Gerüst und fädelt es durch die Rolle am Haken mit diesem Seil geht man dann zur anderen Rolle und fädelt es hier ebenfalls durch.

Das Ende des Seils dient zum Ziehen und Senken der Last. Man kann die Last nun auf den Haken hängen und die Last mit geringen Kraftaufwand nach oben ziehen.

Durch das obige Beispiel wird das Gewicht der Last halbiert. Dadurch benötigt man aber die doppelte Länge an Seil.

Würde man die Rolle am Haken weg lassen, und nur die Umlenkrolle am Gerüst haben, würde man zwar ein kürzeres Seil benötigen, hätte aber als Kraftaufwand das volle Gewicht zu ziehen.

Zu beachten ist, dass das Seil keine Bremse besitzt, lässt man das Seil aus, fällt die Last zu Boden. Natürlich muss oben die Last jemand entgegen nehmen. Alternativ kann man das Seil (wenn möglich) auch fest binden.

Möchtest du etwas Geld ausgeben, kannst du auch Flaschenzüge mit Bremse oder gar einen elektrischen Flaschenzug kaufen. Hier bleibt die Last stehen wo sie gestoppt wird.

Du siehst, mit dem richtigen Material kann man relativ schnell einen einfachen Flaschenzuges / Seilzuges aufbauen. Wenn du die Materialien nicht zur Seite hast, kannst du aber auch gleich einen fertigen Flaschenzug kaufen.

Achtung: Falls der Flaschenzug für Kinder gedacht ist solltest du diese nie unbeaufsichtigt damit spielen lassen. Ansonsten kann es vorkommen das ein Kind, das Seil schnell mal um den Hals hat. Also unbedingt darauf achten und die Kinder hinweisen.

Schlusswort

Jeder Flaschenzug-Typ seinen eigenen Anwendungsbereich findet. Der klassische Flaschenzug / Seilzug kommt vorwiegend für den Klettersport zum Einsatz. Der Seilratschenzug wird gerne für die Forstwirtschaft eingesetzt und bietet dadurch optimale Hilfe beim Bäume fällen.

Der Kettenzug wird für Montagearbeiten verwendet, wo schwere Lasten bewegt werden müssen und keine lange Kette benötigt wird. Den elektrischen Seilzug verwendet man heute oft beim Gerüstbau um Material nach oben zu bringen.

Und zu guter Letzt, der elektrische Kettenzug wird meist in Autowerkstätten eingesetzt um schwere Lasten zu heben. Aber natürlich kann er auch in anderen Bereichen für eine schnelle Hilfe eingesetzt werden.

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