Hebeanlage Test: Die besten Hebeanlagen im Vergleich!

HebeanlageHebeanlagen für das eigene zuhause erfreuen sich heutzutage immer größerer Beliebtheit. Sie stellen eine optimale Möglichkeit dar, im eigenen Keller ein zusätzliches Bad oder WC einzurichten.

In diesem Hebeanlagen Test möchten ich dir gerne die vielfältigen Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten von solchen Schmutzwasserpumpen aufzeigen.

Die Entscheidung, ob sich anhand der eigenen Wünsche und je nach Zweck und Anlass eine Kleinhebeanlage oder eine große Schmutzwasserpumpe eignet, möchte ich dir mit diesem Ratgeber erleichtern und einige Produkte vorstellen und vergleichen.

Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.

Was ist ein Hebeanlage?

Hebeanlagen sind automatisch arbeitende Anlagen, die das Abwasser, das unter der Rückstauebene anfällt, rückstausicher ableiten oder auf ein höherliegendes Niveau pumpen. Hebeanlagen dienen dazu, Abwasser in die öffentliche Kanalisation zu pumpen.

Eine Hebeanlage besteht aus mehreren Bauteilen, wie Tauchpumpe, Behälter, Anschlüsse, Leitungen, Rückstauklappen u.v.m. Vereinfacht gesagt wird das Abwasser einer Waschmaschine, aus Dusche oder WC in einem (geschlossenen) Behälter gesammelt.

Herkömmliche Hebeanlagen verfügen über einen Pumpensumpf. Dieser wird benötigt, da dieser vor Überschwemmung bei Schäden an der Leitung schützt. Wird ein bestimmter Pegel erreicht, springt die Tauchmotorpumpe automatisch an und hebt das Abwasser mit Druck in die Haupt-Abwasserleitung bzw. den Kanal.

Wozu wird eine Hebeanlage im Haushalt benötigt?

Mit einer richtig dimensionierten Hebeanlage kannst du auch im Souterrain ein komplettes Bad, eine Sauna mit Dusche oder einen Waschraum einrichten. Du willst deinen Keller nicht nur als Abstellraum nutzen? Für eine flexible und vielfältige Gestaltung des Untergeschosses fehlt dir aber ein Wasseranschluss, weil das Niveau des Abwasserkanals höher liegt?

Das lässt sich ganz einfach mit einer Hebeanlage ändern. Für jedes Vorhaben findest du im Prinzip eine passende Kleinhebeanlage oder herkömmliche Hebeanlage. Worin sich die verschiedenen Abwasserhebeanlagen unterscheiden und worauf du beim Kauf und Einbau einer Anlage achten musst, erfährst du im Verlauf des Artikels.

Wann brauchst du eine Hebeanlage in deinem Untergeschoß oder Souterrain?

Liegt das Niveau von Räumen unter der Höhe des Abwasserkanals, also unter der Rückstauebene, kann das anfallende Abwasser nicht einfach in die Kanalisation abfließen. Es muss in die Sammelleitung bzw. in den öffentlichen Kanal gepumpt werden.

Die Rückstauebene (auch RSTE oder RSE) ist der höchstmögliche Stand des Abwassers in deinem Kanalsystem. Üblicherweise dient die Straßenoberkante als Orientierung für die Höhe der Rückstauebene.

Staut sich Wasser in der Kanalisation, wie zum Beispiel bei einem Starkregenereignis oder Hochwasser, dann besteht die Gefahr, dass Wasser aus der Kanalisation in die Gebäude zurückfließt. Die Folge sind überschwemmte Keller, die ausgepumpt werden müssen.

Eine Hebeanlage schützt Anschlüsse unter der RSE vor dem Eindringen von Abwasser und Rückstau. Sie sorgt automatisch dafür, dass Abwasser sicher und ohne Rückstau in die Kanalisation „gehoben“ wird.

Welche Typen von Hebeanlagen gibt es?

Die Art und Größe einer Abwasserhebeanlage richtet sich in erster Linie nach ihrer Funktion. Um die prinzipielle Funktionsweise und Unterscheidungskriterien von Hebeanlagen zu erkennen, differenzieren wir zunächst zwei Typen von Hebeanlagen:

  1. Anlagen für fäkalienhaltiges Schmutzwasser
  2. Anlagen für fäkalienfreies Schmutzwasser

Gibt es im Keller beispielsweise nur eine Waschmaschine und ein Waschbecken, so reicht es aus, eine Tauchmotorpumpe für fäkalienfreies Wasser zu installieren. Hier muss das Schmutzwasser nicht zwingend in einem gas- und wasserdichten Behälter gesammelt werden.

Wird eine Hebeanlage für ein WC benötigt, muss der Sammelbehälter in jedem Fall dicht sein (Geruchsbelästigung, Bakterien, etc.). Für Einbau und Wartung jeder Hebeanlage – ob mit Fäkalienpumpe, Abwasserpumpe oder Haushaltspumpe – gilt DIN EN 12 050 bzw. DIN EN 12 056.

Hebeanlagen sind zum Beispiel zwingend erforderlich, wenn:

  • Räume im Untergeschoss als Einliegerwohnung genutzt werden
  • Im Keller hochwertige Güter gelagert werden
  • Ein Ablauf unbedingt erforderlich ist, wie zum Beispiel in Gaststätten oder
  • Regenwasserzisternen über einen Überlauf verfügen, der wiederum in einen Mischwasserkanal eingeleitet wird.

Hebeanlage Funktion: Wie funktioniert eine Schmutzwasserpumpe?

Im Folgenden soll die Hebeanlage Funktion näher erläutert werden. Wie bereits beschrieben, dienen Hebeanlagen dazu, Abwasser in die öffentliche Kanalisation zu pumpen. Eine Hebeanlage besteht aus mehreren Bauteilen, wie

  • Tauchpumpe,
  • Behälter,
  • Anschlüsse,
  • Leitungen,
  • Rückstauklappen u.v.m.

Vereinfacht gesagt wird das Abwasser einer Waschmaschine, einer Dusche oder einem WC in einem (geschlossenen) Behälter gesammelt. Herkömmliche Hebeanlagen verfügen über einen sogenannten Pumpensumpf.

Ein Pumpensumpf muss in jedem Fall eingebaut werden, da dieser vor Überschwemmung bei Schäden an der Leitung schützt. Wird ein bestimmter Pegel erreicht, springt die Tauchmotorpumpe automatisch an und hebt das Abwasser mit Druck in die Haupt-Abwasserleitung bzw. den Kanal.

Um bei einem Rückstau in der Abwasserleitung eine Überschwemmung im Untergeschoss zu vermeiden, muss die Druckleitung über eine sogenannte Rückstauschleife geführt werden. Diese Schleife liegt mindestens 300 mm über der Rückstauebene.

Sogenannte Rückstauventile werden eingebaut, damit die Schleife nicht leer läuft. Die Pumpen laufen mit Strom. Für den Notfall (Stromausfall) kann zusätzlich eine zweite Handpumpe eingebaut werden.

Welche Hebeanlage Bauteile gibt es?

Im Folgenden gebe ich dir einen Überblick über die wesentlichen Bauteile von Hebeanlagen. Diese Übersicht soll dazu dienen dein Verständnis zum Aufbau und zur Funktion einer Hebeanlage zu verbessern.

  • Rückstauschleife: Die Rückstauschleife liegt immer oberhalb der Rückstauebene. Sie soll ein Zurückfließen des Abwassers in das Gebäude verhindern und dafür sorgen, dass bei einem Rückstau im Abwassersystem der Kanaldeckel als Ventil dient. Zusammen mit einer Abwasserhebeanlage ist eine uneingeschränkte Nutzung eines Kellergeschosses auch bei Rückstau gewährleistet.
  • Pumpensumpf: Der Einbau eines Pumpensumpfes mit Schmutzwasserpumpe ist nach DIN vorgeschrieben.
  • Schieber mit Zulauf: Einzubauen ist auch ein Schieber im Zulauf. Er trennt Abwassersystem und Hebeanlage und dient dem Schutz des Wartungspersonals.
  • Rückschlagklappe: Am Abgang der Hebeanlage ist eine Rückschlagklappe vorgesehen, die das Leerlaufen der Rückstauschleife verhindert.
  • Schieber im Druckabgang: Ein Schieber im Druckabgang ist bei Fäkalien-Hebeanlagen vorschriftsmäßig zu installieren. Auf diesen Schieber kann nur unter besonderen Bedingungen verzichtet werden. Alle Anschlüsse sind als elastische Verbindungen auszuführen, damit Dehnungen durch Wärme oder kleine Erschütterungen aufgefangen werden.
  • Handpumpe: Eine Handpumpe zur Notentleerung bei Stromausfall oder Wartung ist bei größeren Anlagen sinnvoll. Sie zählt nicht zur Grundausstattung einer Abwasserhebeanlage für Einfamilienhäuser.
  • Lüftung: Die Lüftung erfolgt bei Fäkalienanlagen immer über das Dach in einer separaten Leitung, bei fäkalienfreien Anlagen ist eine Lüftung in den Raum möglich.

Was du beim Hebeanlage kaufen beachten solltest

Die Auswahl an geeigneten Schmutzwasserpumpen – ob für fäkalienhaltiges Schmutzwasser oder fäkalienfreies Schmutzwasser – ist nicht gerade gering. Deshalb möchten ich dir an dieser Stelle bei der Auswahl einer geeigneten Hebeanlage helfen.

Nach DIN EN 12050 Abwasserhebeanlagen für die Gebäude- und Grundstücksentwässerung werden die Anlagen in drei Kategorien unterteilt. Prinzipiell werden sie nach dem Abwassertyp unterschieden, den sie „heben“ sollen.

  • Typ 1: Hebeanlagen für fäkalienhaltiges Abwasser aus Spülaborten und Urinal-Anlagen
  • Typ 2: Hebeanlagen für fäkalienfreies leicht verschmutztes Schmutz- oder Regenwasser
  • Typ 3: Hebeanlagen für fäkalienhaltiges Abwasser für begrenzte Verwendung

Wichtige Kennzeichen, auf die du bei der Auswahl einer Hebeanlage achten solltest:

  • Leistung der Tauchmotorpumpe
  • Montage-Typ
  • Förderhöhe bzw. Förderweite (Länge der Leitung)
  • Anschlüsse
  • Schall- bzw. Lärmpegel
  • Wassertemperatur (heißwasserfähig)
  • Schneidwerk
  • Garantie des Herstellers, Überhitzungsschutz, Rückschlagventile

Für was eine Kleinhebeanlage kaufen?

Eine sogenannte Kleinhebeanlage ist ideal, um Grauwasser in das Abwassersystem zu befördern. Oft wird sie im Keller installiert, um Wasser aus der Waschmaschine, aus der Sauna oder einer Dusche abzupumpen.

Eine Kleinhebeanlage verfügt – wie eine WC-Hebeanlage – über mehrere Anschlüsse. Im Umkehrschluss kann hier kein WC angeschlossen werden, wenn die Hebeanlage für Heißwasser ausgelegt ist. Beim Anschluss eine Waschmaschine muss ein Siphon vor die Anlage geschaltet werden, da Wasser nicht mit Druck eingeleitet werden kann.

Wird ein WC über eine kleinere Hebeanlage entsorgt, sind nur Anlagen mit Schredder- oder Schneidwerk zu empfehlen. So lassen sich Verstopfungen in Leitungen weitgehend vermeiden. Um Fäkalien in die Kanalisation zu heben, kann im Untergeschoss auch eine herkömmliche Hebeanlage installiert werden.

Unterschied zwischen Kleinhebeanlage und Hebeanlage

Die Kleinhebeanlage zeichnet sich – worauf die Bezeichnung schon hinweist – durch eine kompakte Größe auf. Mit Außenmaßen von etwa 30 x 15 x 15 Zentimetern ist eine so kleine Hebeanlage in der Regel im Haus einzubauen.

Sie findet beispielsweise Platz unter der Duschwanne, unter einem WC oder in einer Vorwand (hinter dem Urinal). Der Vorteil einer Kleinhebeanlage liegt vor allem darin, dass sie nahe beim Entwässerungsgegenstand montiert werden kann.

Demgegenüber ist eine herkömmliche Hebeanlage größer dimensioniert. Sie wird in der Regel in einem separaten Raum oder draußen eingebaut. Ihre Pumpleistung ist meist höher und sie besitzt meist mehrere Anschlussmöglichkeiten. Reicht die Kapazität von Kleinhebeanlagen nicht aus – zum Beispiel bei sehr tiefen Kellern oder weiten Förderstrecken – kann auf eine traditionelle Hebeanlage zurückgegriffen werden.

Wie viel kostet eine Kleinhebeanlage?

Verschiedene Faktoren haben Einfluss auf den Preis einer Kleinhebeanlage: Die Leistung der Pumpe zum Beispiel oder der Einbau eines hochwertigen Schneidwerkes oder der Hersteller.

Je kleiner die Außenmaße der Anlagen dimensioniert sind, umso teurer werden diese in der Regel bei vergleichbarer Kapazität und Qualität. Für eine kleine Hebeanlage liegen die Preise aktuell in der Regel zwischen 75 und 200 Euro.

In diese Preisklasse fällt auch die Kleinhebeanlage aus dem Hause Trad4U. Bei dieser Hebeanlage handelt es sich um eine Anlage, die dank des eingebauten 600 Watt starken Schredders in der Lage ist, das entstehende Fäkalienwasser zu entsorgen. Das Schneidewerk besteht dabei aus Edelstahl.

Hebeanlage für Dusche – Was muss beachtet werden?

Hebeanlagen für Duschen kommen in Betracht, wenn du nachträglich im Untergeschoß deines Hauses eine Duschgelegenheit einrichten willst – etwa als Gästebad oder in Zusammenhang mit einer Sauna. Oft liegen nämlich die Kellerräume unter der Ebene der Kanalisation (s. Rückstauebene).

Für Duschen solltest du auf zuverlässige und wartungsfreie Anlagen mit hoher Leistung zurückgreifen. Hebeanlagen für Duschen zeichnen sich – wie Kleinhebeanlagen – durch eine geringe Größe aus. Zusätzlich sind sie meist optisch gut gestaltet und aus hochwertigen Materialien.

Ein Rückschlagventil ist bei Anlagen für Duschen erforderlich, damit das Auslaufen von Wasser verhindert wird. Ebenso ist auf eine Heißwassereignung der Dusch-Hebeanlage unbedingt zu achten, dafür kannst du dagegen auf einen Schredder bei einer Anlage für die Dusche verzichten.

Die Kosten für eine Hebeanlage in der Dusche bewegen sich zwischen 100 und 500 Euro. Wird die Anlage unter der Duschwanne eingebaut, solltest du in jedem Fall auf ein zuverlässiges und wartungsfreies Gerät wählen.

Dies muss nicht zwingend das teuerste Modell sein. Leistungsbeschreibungen der Hersteller, Testberichte oder die Empfehlung von erfahrenen Meisterbetrieben können und sollten dich bei der Auswahl unterstützen.

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